Winter-Aktivitäten auf Kreta, Teil 3


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Ausflug durch das Amaribecken - Natur pur

Ausflug durch das Amaribecken – Natur pur

Nachdem wir uns in Teil 1 und Teil 2 schon den kleineren Aktivitäten in der südlichen Messará gewidmet haben, geht es in diesem Teil mal um einen etwas größeren Ausflug.

Immer wieder schön ist eine Fahrt durch das Amaribecken. Von Kalamaki aus geht die Fahrt durch Tymbaki und dann immer mit Blick auf beeindruckende Bergpanoramen in Richtung Agia Galini. Kurz vor der Abfahrt nach Agia Galini geht es dann rechts in das Amaribecken, ein beeindruckendes Hochtal zwischen dem Kedrosmassiv im Westen und dem Psiloritis im Osten. Dieser Teil Kretas ist vom Tourismus weitestgehend verschont geblieben. Hier finden sich pittoreske Dörfchen inmitten von uralten Kulturlandschaften.

Ikonostase am Wegesrand auf der Fahrt nach Apodoulou

Ikonostase am Wegesrand auf der Fahrt nach Apodoulou

Vorwiegend Oliven und Obst werden angebaut. Der erste Ort den man erreicht, ist Apodoúlou. Zwei Kilometer außerhalb des Ortes gibt es eine spätminoische Siedlung anzusehen.

Original kretische Flaschenbäume am Rande des Amaribeckens

Original kretische Flaschenbäume am Rande des Amaribeckens

Der nächste Ort ist Kouroútes. Hier gibt es eine eine Auffahrt zur Prinos-Hütte, einer Basis für den Aufstieg zum Psiloritis. Ca. drei Stunden braucht man bis auf den Timios Stavros, den höchsten Gipfel des Psiloritismassivs. Direkt hinter dem Ort liegt der Friedhof. Hier unbedingt aussteigen und schauen, ob der Friedhof geöffnet ist. In einer Nische gibt es ein sehr schönes, aber mittlerweile leider immer weiter verfallendes Mosaik mit Jesus als gutem Hirten zu bewundern.

Mosaik auf dem Friedhof von Kouroutes

Mosaik auf dem Friedhof von Kouroutes

Kurz vor Fourfourás auf die Olivenbäume auf der rechten Seite achten. Am Straßenrand ist ein Kirchlein aus dem 12. Jahrhundert beschildert. Das Kirchlein steht mitten in einem Olivenhain mit uralten, wirklich beeindruckenden Bäumen. Einfach dem Schild den Hügel hoch folgen und ggf. den Zaun öffnen.

Schild zur Kirche

Schild zur Kirche

Alt, aber renoviert - die Kirche außen

Alt, aber renoviert – die Kirche außen

Malerei im Inneren der Kirche

Malerei im Inneren der Kirche

 

Auch hier in Foufourás gibt es eine beschilderte Möglichkeit, auf den Timios Stavros zu gelangen.

Weiter geht es über Vizári nach Monastiráki. Im Ortszentrum gibt es eine hübsche Kirche. Am südlichen Ortsende ist eine Ausgrabung beschildert (Archaiológos chorós). Archäologen der deutschen Wehrmacht entdeckten die minoische Siedlung während der Besatzungszeit. Anhand der Funde, große Lagerräume, wertvolle Keramik und Siegelsteine, lässt sich darauf schliessen, daß sich hier eine bedeutende minoische Ansiedlung, eventuell sogar ein Palast befunden hat. Die Anlage ist eingezäunt, wird aber von den Bewohnern der benachbarten Häuser gerne aufgeschlossen.

Unterwegs im Winter rund um Moni Asomaton

Unterwegs im Winter rund um Moni Asomaton

Nur zwei Kilometer entfernt befindet sich das mittlerweile eher verfallene Kloster „Moni Asomaton„. Der Komplex wurde im 17. Jahrhundert erbaut und diente in den 30er Jahren noch als Landwirtschaftsschule. Mittlerweile werden die Gebäude nur noch von den ansässigen Bauern als Lagerräume genutzt. Von hier aus kann man auch über Thrónos zum Kloster Arkádi und weiter nach Réthymnon fahren. Früher war das die offizielle Hauptstraße um aus der Messará in diese Richtung zu fahren.

Gegend um Meronas im Frühjahr

Gegend um Meronas im Frühjahr

In Richtung Westen nähern wir uns jetzt dem Zentrum des Obstanbaus in der Region. Rund um Méronas, auch wieder mit einer schönen Kirche im Ort, werden Pfirsiche, Aprikosen, Äpfel, Walnüsse und vor allem Kirschen angebaut.

Das Zentrum des Kirschenanbaus auf der Insel ist Gerakári. Die Bebauung wirkt relativ modern, da es erst nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut wurde. Während der deutschen Besatzung wurde Gerakári, als Vergeltung für die Entführung von General Kreipe, komplett niedergebrannt. Alle männlichen Dorfbewohner, deren man habhaft werden konnte, wurden hingerichtet. An sie erinnert heute ein Gedenkstein in einer kleinen Parkanlage.

In Gerakari gibt es übrigens auch ein internationales Altenheim, in dem auch viele Ausländer ihren Lebensabend genießen. Infos dazu hier.

Pflanzenvielfalt zwischen Gerakari und Spili

Pflanzenvielfalt zwischen Gerakari und Spili

Hier in Gerakári verlassen wir das Amaribecken auf der Straße in Richtung Spíli. Man könnte die Tour auch über Kardáki und Agios Ioánnis „rund machen“,  braucht dann aber wegen der vielen Kurven auf schmalen Sträßchen sehr viel Zeit. Also, zurück in die Zivilisation. Auf der Straße nach Spíli lohnt es sich, die Augen offenzuhalten um nach Pflanzen Ausschau zu halten. An dieser Straße haben wir verschiedene Orchideenarten, darunter verschiedene Knabenkräuter und orientalische Zungenstendel in vielen Farben, ebenso wie wilde Narzissen und Anemonen gefunden.

Pflanzenvielfalt zwischen Gerakari und Spili

Pflanzenvielfalt zwischen Gerakari und Spili

Pflanzenvielfalt zwischen Gerakari und Spili

Pflanzenvielfalt zwischen Gerakari und Spili

Pflanzenvielfalt zwischen Gerakari und Spili

Pflanzenvielfalt zwischen Gerakari und Spili

Pflanzenvielfalt zwischen Gerakari und Spili

Pflanzenvielfalt zwischen Gerakari und Spili

In Spíli, dem bekannten Luftkurort, hat auch in den Wintermonaten vieles geöffnet.

Spili - im Winter eher beschaulich...

Spili – im Winter eher beschaulich…

Hier wird es Zeit für eine Rast in einem der Cafés am venezianischen Löwenbrunnen oder an der Hauptstraße.

Spili - im Winter ist man auch mal allein am Löwenbrunnen...

Spili – im Winter ist man auch mal allein am Löwenbrunnen…

Nicht weit vom Löwenbrunnen, an der Hauptstraße, befindet sich das Kafenion des Schneiders (blaugraue Fensterrahmen). In dem sehr traditionellen, alten Kafenion bekommt man einen hervorragenden Nescafé mit riesigem Schaumberg und, mit ein bisschen Glück, auch einen Raki hinterher.

Im Kafenion in Spili ist für ausreichend Wärme gesorgt...

Im Kafenion in Spili ist für ausreichend Wärme gesorgt…

Der alte Herr, der das Kafenion führt, hat im Zweiten Weltkrieg Uniformen genäht. Die alte Nähmaschine und die anderen Schneiderutensilien kann man dort heute noch anschauen. Spíli ist auch Bischofssitz. Die klosterähnliche, allerdings sehr moderne Anlage, kann am Ortsausgang in Richtung Réthymnon besichtigt werden.

Von hier aus geht es in einer dreiviertel Stunde bei gemütlichem Tempo wieder zurück in die Messará, vor dem Abendessen in einer der schönen Tavernen etwas ausspannen.

Was es sonst noch zu tun gibt?  Alles weitere dazu auf unserer Übersichtsseite der Winter-Aktivitäten auf Kreta!

Und natürlich unsere Startseite zum Winterurlaub auf Kreta mit Unterkunftstipps:

Winterurlaub auf Kreta

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